Rettung für Südafrikas Heilpflanzen
2. Oktober 2018Projektziel: Mit traditionellen Heilern zusammenzuarbeiten, um gefährdete Heilpflanzen in und um den Kruger Park zu erhalten
Projektumsetzung: Baumschulen für Heilpflanzen anlegen und die Setzlinge an Heiler verteilen, damit diese sie pflanzen und nachhaltig ernten können
Projektbudget: Ca. €80,000 ($94,000) pro Jahr
Projektlaufzeit: 2009 - heute
Mahlal'etsheni Ka Khumalo ist ein Sangoma - ein traditioneller Heiler. Wenn Patienten zu ihm kommen, verschreibt er Medizin aus Heilkräutern. Er kauft seine Heilpflanzen auf dem Markt, aber ist nicht sicher, wo sie herkommen.
Etwas anderes hingegen ist sicher: Der Markt für Heilpflanzen in Südafrika ist riesig. Viele werden einfach in der Wildnis gestohlen, unter anderem auch im Kruger Nationalpark. Der Park aber ist eigentlich ein Schutzgebiet für Pflanzen und Tiere. Aber in den angrenzenden Gebieten lebt etwa eine Million Menschen, von denen viele sehr arm sind. Das Sammeln und Verkaufen von Heilpflanzen ist für sie eine willkommene Einnahmequelle.
Die prächtigen alten Pfefferbäume im Norden des Parks sind durch diese Praxis inzwischen so stark bedroht, dass inzwischen eine Gruppe von Rangern damit betraut ist, sie zu schützen. Die Rinde der Bäume ist als Heilmittel für alles Mögliche an Krankheiten - von Malaria bis hin zu Krebs - sehr begehrt. Naturschützer des Parks arbeiten daran, mit Baumschulen die Baumbestände wieder aufzubauen und bringen der örtlichen Bevölkerung bei, wie man Heilpflanzen nachhaltig anbauen und ernten kann.
Ein Film von Henner Frankenfeld