Hilfsfonds für russische Unternehmen
15. September 2014Mit einem milliardenschweren Hilfsfonds will die russische Regierung die Folgen der EU- und US-Sanktionen für heimische Unternehmen abfedern. Der Anti-Krisen-Fond solle 2015 in Kraft treten, sagte der russische Finanzminister Anton Siluanow der Nachrichtenagentur RIA.
Geld aus der Rentenkasse
In den Fonds würden auch ursprünglich für die Rentenkasse bestimmte Mittel fließen, so Siluanow weiter. Bei den Renten gebe es im kommenden Jahr einen Überschuss von mehr als 300 Milliarden Rubel (etwa 6,1 Milliarden Euro). Ein Teil davon sei für die angeschlagenen Unternehmen vorgesehen. Hinzu kämen etwa 100 Milliarden Rubel aus dem laufenden Haushaltsjahr.
Das Geld soll vor allem dem Finanz- und Energiesektor zugute kommen. Moskau hat dem größten russischen Ölkonzern Rosneft bereits Finanzhilfe zugesagt. Rosneft hatte um Unterstützung zur Tilgung von umgerechnet 31 Milliarden Euro Schulden gebeten.
Weitere Wirtschaftssanktionen
Wegen der anhaltenden Ukraine-Krise hatten die Vereinigten Staaten und die Europäische Union vergangene Woche weitere Wirtschaftssanktionen beschlossen. Diese richten sich vor allem gegen Russlands Energie-, Rüstungs- und Finanzsektor. Große russische Banken und Ölfirmen erhalten daher zur Zeit kein Geld am Kapitalmarkt.
nin/gmf (dpa, rtrs)